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Strataforschung

Die Strataforschung in der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft versucht, die Herkunft von sprachlichen Anteilen in einer Sprache zu erklären, welche nicht zum genetischen Erbe dieser Sprache gehören. Als Erklärungsmodelle dienen die Ente ...

Substrat (Linguistik)

Der Begriff Substrat wurde etwa um 1875 von dem italienischen Sprachforscher Graziadio Ascoli im Zusammenhang mit seinen Untersuchungen zu den Ursachen von Lautwandel geprägt. Heute wird der Begriff vor allem in der diachronen Sprachwissenschaft ...

Superstrat (Linguistik)

Der Begriff Superstrat wird vor allem in der diachronen Sprachwissenschaft im Zusammenhang mit Sprachkontaktsituationen verwendet. Der Begriff – 1932 von Walther von Wartburg entwickelt – bezeichnet eine Sprache oder Varietät, die sich anfänglich ...

Synkope (Sprachwissenschaft)

Unter Synkope versteht man in der Sprachwissenschaft den Prozess des Ausfalls unbetonter Vokale im Inneren eines Wortes bzw. auch das Ergebnis dieses Prozesses. Ausfall am Ende des Wortes nennt man dagegen Apokope. Bei einem Ausfall des zweiten V ...

Tendenz zur steigenden Silbensonorität

Die Tendenz zur steigenden Silbensonorität ist ein linguistisches Phänomen in der Geschichte der slawischen Sprachen zur Zeit des Urslawischen. Sie umfasst mehrere Lautprozesse, deren Ergebnis jeweils die Herstellung einer steigenden Sonorität Sc ...

Terminologisierung

Die Umwandlung eines gemeinsprachlichen Ausdrucks in einen Fachbegriff mittels einer fachspezifischen Definition nennt sich Terminologisierung. So unterscheidet die Rechtslehre zwischen Eigentum und Besitz. Der Eigentümer hat ein umfassendes Herr ...

Thesaurus Indogermanischer Text- und Sprachmaterialien

Der Thesaurus Indogermanischer Text- und Sprachmaterialien ist ein internationales wissenschaftliches Projekt zur koordinierten Erfassung von relevanten Originaltexten altüberlieferter indogermanischer Sprachen, das von folgenden Instituten getra ...

Herman Neubronner van der Tuuk

Herman Neubronner van der Tuuk war ein Bibelübersetzer und Sprachwissenschaftler der sich linguistisch auf die Sprachen Niederländisch-Indiens spezialisiert hatte.

Übersetzerschule von Toledo

Übersetzerschule von Toledo ist ein im frühen 19. Jahrhundert von Amable Jourdain geprägter, in der Forschung heute mit kritischen Vorbehalten verwendeter Begriff, unter dem verschiedene Aktivitäten der Übersetzung aus dem Arabischen zusammengefa ...

Umlaut

Der Begriff Umlaut bezeichnet: das Umlauten als eine bestimmte Art der Veränderung eines Vokals in den germanischen Sprachen mit Ausnahme des Gotischen: a-Umlaut, i-Umlaut und u-Umlaut; die Buchstaben ä, ö, ü im deutschen Alphabet, mit denen dies ...

UnregelmäSiges Verb

Unregelmäßige Verben sind Verben, deren Stammformen – im Gegensatz zu regelmäßigen Verben – nicht vollständig aufgrund von Regeln aus dem Infinitiv oder einer anderen Nennform abgeleitet werden können.

Ur-Finno-Ugrisch

Urfinnougrisch ist eine rekonstruierte Ursprache und die Ausgangssprache der finno-ugrischen Sprachen. Sie stammt vom Ururalischen ab, das sich in Urfinnougrisch und Ursamojedisch teilte. Diese Klassifizierung ist jedoch nicht problemlos. Urfinno ...

Urgermanische Sprache

Urgermanisch nennt man die hypothetische Vorläufersprache aller germanischen Sprachen, gewissermaßen die Ursprache der germanischen Sprachfamilie, zu der unter anderem die heutigen Sprachen Deutsch, Englisch, Niederländisch oder Schwedisch zählen ...

Urgriechisch

Als Urgriechisch oder Protogriechisch wird ein hypothetischer Sprachstand des Griechischen bezeichnet, der als gemeinsamer Vorgänger des Mykenischen und der späteren griechischen Dialekte Dorisch, Äolisch und Attisch gelten kann. Urgriechisch ist ...

Urheimat

Unter Urheimat versteht man das durch linguistische oder archäologische Methoden erschlossene, wahrscheinliche Gebiet, in dem eine bestimmte, meist ebenfalls erschlossene Protosprache, also die gemeinsame Urform einer Sprachfamilie, gesprochen wu ...

Urindogermanische Kopula

Alle indogermanischen Sprachen haben ein Verb, das die Aufgabe einer Kopula wahrnimmt. Das lateinische Wort lateinisch copula "Verbindungsstück, das Verbindungsband, die Leine" bedeutet in diesem Zusammenhang das "Verknüpfende" oder "Verbindende".

Urkeltisch

Die urkeltische Sprache, in der wissenschaftlichen Literatur auch Protokeltisch genannt, ist die rekonstruierte Vorläufersprache, von der die keltischen Sprachen abstammen. Der Wortschatz des Urkeltischen kann zuverlässig mit der historisch-vergl ...

Urslawisch

Urslawisch ist der hypothetische gemeinsame Vorfahre der modernen slawischen Sprachen. Diese "Ursprache" ist nicht direkt überliefert. Aus diesem Grund müssen ihre Laute und Wörter durch Methoden der Vergleichenden Sprachwissenschaft erschlossen ...

Ursprache

Als Ursprache bezeichnet man in der Linguistik eine in der Regel hypothetische Sprachform, aus der sich alle Sprachen einer Sprachfamilie oder einer genetischen Einheit entwickelt haben. Hypothetische Ursprachen können mit den Verfahren der vergl ...

Ursudanisch

Ursudanisch oder Proto-Sudanisch ist eine 1911 von Diedrich Westermann rekonstruierte sudanische Ursprache. Sie umfasst die gemeinsamen Wörter der Sudansprachen, 380 Lexeme. Die "Urform des Wortes, die als Ur-Sudan bezeichnet wird", ermittelte We ...

Vaskonische Hypothese

Die vaskonische Hypothese ist eine spekulative Annahme zur Frühgeschichte Europas. Die vaskonische Hypothese nimmt an, dass in weiten Teilen Europas vor 7000 Jahren Sprachen der vaskonischen Sprachfamilie gesprochen wurden, deren letzte überleben ...

Velarisierung

Mit dem Begriff Velarisierung bezeichnet man in der Phonetik eine Sekundärartikulation, bei der dem Primärlaut mittels einer zusätzlichen approximativen Verengung des Mundraums durch Hebung der Hinterzunge an das Velum ein dunklerer Ton verliehen ...

Vorindogermanisches Substrat

Das vorindogermanische Substrat ist eine Gruppe nicht nachweisbar miteinander verwandter Sprachen, die sowohl in Europa als auch in Asien vor der Durchsetzung indogermanischer Sprachen gesprochen wurden und – nach verschiedenen Hypothesen – den W ...

Wackernagels Gesetz

Wackernagels Gesetz, auch Wackernagel-Gesetz oder wackernagelsches Gesetz genannt, ist eine Verallgemeinerung über die Stellung von Enklitika und anderen kleinen schwachbetonten postpositiven Wörtern im Satz. Meist bekannt als Gesetz über die "Zw ...

Wanderwort

Ein Wanderwort ist ein Wort, das sich in verschiedenen Sprachen und Kulturen verbreitet hat, so dass seine Etymologie oder sogar die Sprache, aus der es ursprünglich kommt, nicht mehr eindeutig geklärt werden kann. Die Trennung zwischen Wanderwör ...

Wellentheorie (Linguistik)

Die Wellentheorie der Sprachentwicklung wurde ursprünglich von Hugo Schuchardt in seiner Leipziger Vorlesungen im Jahre 1870 in die historische Sprachwissenschaft und Dialektologie eingeführt. Johannes Schmidt entwickelte das Konzept in der Lingu ...

Westerhaube

Die Westerhaube von lateinisch vestis abgeleitet, bezeichnet im Althochdeutschen wastbarn oder westerhuifgin bzw. im Mittelhochdeutschen westehemde, wester hube, westerhuve, westerhembde oder barn die Embryonalhaut, die bei manchen Neugeborenen a ...

Wiener Kanzleisprache

Die Wiener Kanzleisprache ist die in Österreich verwendete schriftliche Form des Amtsdeutsch bzw. der deutschen Amtssprache in österreichischer Ausprägung. Man spricht zuweilen auch von Österreichischem Beamtendeutsch. Kanzlisten verwenden manchm ...

World Atlas of Language Structures

Der World Atlas of Language Structures oder auch Weltatlas der Sprachstrukturen ist ein Projekt des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und der Max Planck Digital Library, das die phonologischen, wortsemantischen und gr ...

Wörter und Sachen

Wörter und Sachen ist eine darstellende Forschungsrichtung für Sprach- und Sachforschung, die erstmals in einer gleichnamigen kulturhistorischen Zeitschrift ihre Ergebnisse vorstellte. Sie kritisierte ursprünglich den ganz auf die Laute konzentri ...

Wortgleichung (Linguistik)

Eine Wortgleichung ist eine Serie von Wörtern aus verschiedenen Sprachen, die lautlich ähnliche Wörter dieser Sprachen mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung nebeneinanderstellt. Die Etymologie untersucht, ob die Ähnlichkeit auf eine gemeinsame Ab ...

Wurzel (Linguistik)

Unter einer Wurzel wird in der Sprachwissenschaft ein morphologisch nicht weiter zerlegbarer Wortkern verstanden. Formal gesehen gilt dieser Wortkern traditionell als keiner bestimmten Wortart oder Wortklasse zugehörig. Häufig kann dieser Wortker ...

Zweite Lautverschiebung

Als deutsche oder zweite Lautverschiebung wird ein regelhafter Lautwandel im Bereich des Konsonantismus verstanden, durch den sich die nachmaligen hochdeutschen Dialekte von den nachmaligen niederdeutschen Mundarten und den übrigen altgermanische ...

Zweiundsiebzig Sprachen

Zweiundsiebzig Sprachen und Völker waren nach christlich mittelalterlicher Tradition das Ergebnis des Turmbaus zu Babel und der darauf folgenden babylonischen Sprachverwirrung. Die Zahl geht auf die Völkertafel der Genesis zurück, welche die Nach ...

Mediengeschichte

Mediengeschichte im allgemeinen Sinn bezeichnet die historische Entwicklung der Kommunikationsmittel, insbesondere der Massenmedien. Im engeren Sinne bezeichnet der Begriff die Erforschung der Mediengeschichte durch die Medienwissenschaft. Medien ...

Guckkasten

Ein Guckkasten ist ein Schau- und Betrachtungsgerät, das einen Blick in sein Inneres erlaubt und dem Betrachter Grafiken mit täuschend echter perspektivischer Weite darstellt. Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war der Guckkasten eine bel ...

Gutenberg-Klammer

Die Gutenberg-Klammer ist in der Medientheorie der historische Zeitraum, in dem der Buchdruck als Leitmedium einer Gesellschaft dient. Der Begriff wurde vom dänischen Literaturwissenschaftler Lars Ole Sauerberg * 1950 geprägt, um die statische Na ...

Liederweib

Als Liederweib, auch Urteilweib, Urtelweib, Fratschelweib, Papierweib nannte man historisch insbesondere in Wien eine Straßenverkäuferin von sogenannten "fliegenden Blättern" zur Verbreitung von aktuellen Nachrichten über Ereignisse wie Mordtaten ...

Liste der erfolgreichsten Computerspiele

Dies ist eine unvollständige Liste der erfolgreichsten Computerspiele, die – gemessen an den Verkaufs-, Spieler- und Downloadzahlen – am meisten gespielt werden bzw. wurden.

Literalität

Der Begriff Literalität ist verwandt mit dem englischen literacy, und wird als Fremdwort auch in der deutschen Sprache mit dieser Bedeutung verwendet. Das Gegenstück, die illiteracy, wird aus dem Englischen entweder mit "Analphabetismus" oder "oh ...

Geschichte der Medienpädagogik

Die Geschichte der Medienpädagogik hat die Entstehung und Entwicklung der pädagogischen Forschung und Praxis im Zusammenhang mit Medien zum Gegenstand. Im Mittelpunkt steht dabei das Aufkommen medienpädagogischer Strömungen im Laufe der Zeit. Mit ...

Schriftkultur

Schriftkultur bezeichnet die Tradierung und Übermittlung kultureller Zeugnisse, Normen, Werte und Leistungen durch Schrift. Die Existenz einer Schriftkultur wird als Merkmal einer Hochkultur angesehen.

Geschichte der Schriftmedien

Als Schriftmaterialien, Schriftmittel oder Schriftmedien bezeichnet man alle von der ältesten bis zur neuesten Zeit alle Materialien und Gegenstände, die konventionell als Träger von Schrift benutzt werden – im Unterschied zu Schreibmaterialien. ...

Geschichte und Entwicklung des Streaming Media

Die Geschichte und Entwicklung des Streaming Media im engeren Sinne beginnt Mitte der 1990er Jahre, während sich Vorläuferformen zumindest ab Mitte der 1980er Jahre finden lassen.

Technische Graphie

Als technische Graphien bezeichnet man zusammenfassend eine Gruppe von Aufzeichnungstechnologien ab dem 15. Jahrhundert: Typografie, Fotografie, Phonographie und Kinematografie, die durch ihre "technische Reproduzierbarkeit" gekennzeichnet sind. ...

Geschichte des Telefonnetzes

Nachdem die Wiener Privat-Telegraphen-Gesellschaft vom k.k. Handelsministerium eine Konzession zur Errichtung eines Telefonnetzes bekommen hatte, wurde am 1. Dezember 1881 der Netzbetrieb gestartet. Im selben Jahr wurden in Zeitungsinseraten die ...

Tonmeister

Tonmeister ist eine rechtlich ungeschützte Berufsbezeichnung für die Tätigkeiten eines Tontechnikers, Toningenieurs bzw. Mediengestalters Bild und Ton oder Medieningenieurs in der Funktion eines künstlerischen Aufnahmeleiters für Musik-, Film- un ...

Geschichte der Videospiele 1947–1969

Die Frühe Geschichte der Computerspiele bezeichnet eine Zeitepoche, welche von 1947 bis 1969 andauerte. In diesem Artikel werden alle wichtigen Daten dieser Ära genannt.

Geschichte der Videospiele 1970–1979

Atari 400 1979 Commodore PET 2001 1977 Tandy TRS-80 Model 1 1977 Apple II 1977

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