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Arier

Der Ausdruck Arier ist eine Selbstbezeichnung von Sprechern indoiranischer Sprachen. Seit dem 19. Jahrhundert wurden europäische Lehnformen des Wortes in der vergleichenden Sprachwissenschaft verwendet und von dort auch auf andere Bereiche übertr ...

Aryan series

Die Aryan series der Anecdota Oxoniensia ist eine britische Buchreihe, die von 1881 bis 1909 in Oxford bei der Clarendon Press erschien. Es ist die III. Unterreihe der Anecdota Oxoniensia, in der Texte, Dokumente und Auszüge vorwiegend aus Manusk ...

Ausgestorbene Sprache

Eine ausgestorbene Sprache ist eine historische Sprache, deren Sprecher ausgestorben sind bzw. deren Sprecher zu einer anderen Sprache übergegangen sind. Für das Aussterben von Sprachen gibt es verschiedene Ursachen. Ausgestorbene Sprachen sind a ...

Ausnahmslosigkeit der Lautgesetze

Die Ausnahmslosigkeit der Lautgesetze ist ein Theorem der historischen Sprachwissenschaft. Demzufolge verlaufen Lautverschiebungen in einer einzelnen oder in genetisch verwandten Sprachen regelmäßig, sofern sie unter bestimmten gleichen lautliche ...

Automated Similarity Judgment Program

Das Automated Similarity Judgment Program, ist ein kollaboratives Projekt, das die Anwendung von computergesteuerten Techniken in der vergleichenden Sprachwissenschaft als Ansatz verfolgt. Das ASJP beruht auf einer frei zugänglichen Wortlisten-Da ...

Balkanindogermanisch

Als Balkanindogermanisch wird in der indogermanistischen Forschung die – vermutete – gemeinsame Vorstufe des Griechischen, Phrygischen und Armenischen bezeichnet; meistens wird auch das Albanische auf diesen Zweig der indogermanischen Sprachen zu ...

Baltoslawisch

Die balto-slawische Hypothese geht davon aus, dass sich aus dem west-Indogermanischen erst eine ur-baltoslawische Sprache ausgegliedert hat, die sich später in eine baltische und eine slawische Gruppe aufteilte.

Begriffsgeschichte

Begriffsgeschichte bezeichnet einen Zweig der Geisteswissenschaft, besonders der Geschichts- und Kulturwissenschaften, der sich mit der historischen Semantik von Begriffen auseinandersetzt. Dabei werden die Herkunft und der Bedeutungswandel der B ...

Brechung (Sprache)

Die Brechung bezeichnet in der Historischen Linguistik verschiedene assimilatorische Vokalveränderungen. Der Begriff wurde von Jacob Grimm eingeführt. Andere Umlaute sind der für alle germanischen Sprachen typische i-Umlaut und der besonders im S ...

Buchwort

Als Buchwort bezeichnet man ein Wort, das aus einer älteren Sprachschicht in eine jüngere Sprache entlehnt wurde. Buchwörter kommen in der Schriftsprache vor, sind aber oft auch in die allgemeine, gesprochene Sprache eingedrungen. Im Gegensatz zu ...

Sprachgebrauch in der DDR

Unter Sprachgebrauch in der DDR werden sprachliche Ausdrucksformen zusammengefasst, die in Lexik und Stilistik nur oder besonders in der Deutschen Demokratischen Republik gebräuchlich waren. Diese Zusammenfassung umfasst sowohl Begriffe der Allta ...

Diachronie

Diachronie durch und χρόνος chronos, deutsch ‚Zeit) ist ein Begriff, der von Ferdinand de Saussure geprägt wurde. Es ist das Gegenwort von Synchronie und ist damit ein Grundbegriff der historischen Linguistik. Im Gegensatz zur Synchronie wird in ...

Diathese (Linguistik)

Die Diathese ist eine Kategorie des Verbs in der Sprachwissenschaft. Sie fußt auf dem Konzept der semantischen Rollen, die ein Verb an seine Ergänzungen vergibt. Diathesen regeln, ob und in welcher Form diese von der Verbbedeutung vorgegebenen Te ...

Donauzivilisation

Unter der Bezeichnung Donauzivilisation, Donaukultur oder Alteuropa stellt der Linguist Harald Haarmann die Hypothese auf, es habe in der Zeit von ca. 5000 bis ca. 3500 v. Chr. eine vor-indogermanische chalkolithische Kultur des Balkans existiert ...

Dybos Gesetz

Als Dybos Gesetz bezeichnet man in der historischen Sprachwissenschaft die Kürzung eines Langvokals unmittelbar vor l oder r, wenn die Folgesilbe den Akzent trägt. Das nach seinem Entdecker Vladimir Antonovič Dybo benannte Lautgesetz ist in den i ...

Einzelschrittmethode

Die Einzelschrittmethode ist eine Darstellungsmethode der Historischen Linguistik. Sie gliedert komplexe phonologische Ableitungsketten in Einzelschritte auf und ermöglicht es auf diese Weise dem Betrachter, diese komplexen Ableitungsketten leich ...

Enkelschüler

Als Enkelschüler bezeichnet man im Allgemeinen einen Schüler der Musik oder anderer Disziplinen wie der Architektur, Philosophie, Religion oder dem Sport, der von einem Lehrer ausgebildet wird, der sein Handwerk und Können direkt bei einem berühm ...

Ersatzdehnung

Als Ersatzdehnung wird in der Sprachwissenschaft ein assimilatorischer Lautwandel bezeichnet, bei dem nach dem Wegfall eines Konsonanten der diesem vorausgehende kurze Vokal gelängt wird.

Erste Lautverschiebung

Die germanische Lautverschiebung kennzeichnet den Übergang vom indogermanischen zum germanischen Konsonantensystem. Diese Lautverschiebung bewirkte eine deutliche Differenzierung zwischen dem Germanischen und den übrigen sich differenzierenden in ...

Etazismus

Unter Etazismus versteht man ein Aussprachesystem der altgriechischen Sprache. Namensgebend war der Umstand, dass diesem System folgend der griechische Buchstabe Eta als langes, offenes ē ausgesprochen wird. Der Etazismus geht zurück auf eine For ...

Etymologie

Die Etymologie – auch Wortherkunft und zudem kurz Herkunft genannt – befasst sich mit der Herkunft, Geschichte und Bedeutung der Wörter. Im Verständnis der Sprachwissenschaft ist die Wortherkunft die Erklärung der Entstehung eines Wortes oder Mor ...

Etymon

Etymon ist ein Begriff der historischen Sprachwissenschaft, der in zwei einander verwandten Bedeutungen verstanden werden kann als: diejenige Wortform oder Form eines Wortteils, aus der heraus sich spätere sprachliche Ausdrücke entwickelt haben; ...

Eurolinguistik

Die Eurolinguistik ist gemäß der Vorstellung ihres Namensgebers, Norbert Reiter, im Kern die Erarbeitung von den sprachlichen Gemeinsamkeiten in Europa. Manche Arbeiten und Studiengänge, die sich europäisch oder eurolinguistisch nennen, scheinen ...

Der Fremdling im Rgveda

Der Fremdling im Rgveda ist eine 1938 erschienene Abhandlung, in welcher der Indologe Paul Thieme unter anderem die Etymologie des so genannten Arier-Namens untersucht, also die Bedeutung der Vokabel ā́rya- in der Rigvedasamhita RgS, dem wahrsche ...

Genetische Verwandtschaft (Linguistik)

Als genetisch verwandt bezeichnet man in der Linguistik Sprachen, die auf eine gemeinsame Ursprache zurückgehen. Darüber hinaus bezeichnet "genetisch" in der Linguistik allgemein eine Klasse von Fragestellungen und Problemen, welche bestimmte Asp ...

Glottaltheorie

Laut der Glottaltheorie hatte die Indogermanische Ursprache anstelle der stimmhaften Plosive b d g der klassischen Rekonstruktion die Ejektive p’ t’ k’. Ein Vorgänger dieser Theorie wurde vom dänischen Linguisten Holger Pedersen vorgeschlagen, en ...

Glottochronologie

Glottochronologie ist das Teilgebiet der Lexikostatistik, das sich mit zeitlichen Beziehungen zwischen Sprachen befasst. Im Besonderen beanspruchen die Verfechter der Methode, zwischen als verwandt angesehenen Sprachen die Zeit seit der Trennung ...

Grammatischer Wechsel

Als grammatischer Wechsel wird ein durch das Vernersche Gesetz beschriebener Konsonantenwechsel bezeichnet, der bei etymologisch verwandten Wörtern sowie innerhalb bestimmter Flexionsparadigmen auftritt.

GraSmannsches Gesetz (Sprachwissenschaft)

Das Graßmannsche Gesetz ist eine von dem Mathematiker und Sprachwissenschaftler Hermann Graßmann für die indogermanische Sprachwissenschaft 1863 nachgewiesene phonetische Dissimilationsregel.

Haplologie

Haplologie oder Silbenschichtung, scherzhaft manchmal unter Anwendung des Vorgangs auf den Begriff selbst auch Haplogie, bezeichnet die Reduzierung zweier gleich oder ähnlich lautender Silben oder Phoneme zu einer Silbe bzw. einem Phonem. Dieser ...

Hebung (Linguistik)

Hebung bzw. Senkung bezeichnen in der Linguistik einerseits einen vokalischen Lautwandel, anderseits die Betonung oder Hervorhebung bzw. Nicht-Betonung einer Silbe, eines Wortes oder eines Satzteiles.

Idiomatisierung

Idiomatisierung bezeichnet den Ablauf des semantischen Wandels eines ursprünglich komplexen sprachlichen Ausdrucks dahin, dass seine Bedeutung nicht mehr aufgrund seiner Teilbedeutungen bestimmt werden kann. Flugzeug, blaumachen, Augenblick und F ...

Liste indogermanischer Wortgleichungen

Die folgenden Tabellen listen einige der vielen indogermanischen Wörter und Wortwurzeln mit Entsprechungen in den wichtigsten Sprachzweigen der indogermanischen Sprachfamilie auf.

Indogermanische Fabel

Die Indogermanische Fabel ist ein 1868 vom Sprachwissenschaftler August Schleicher verfasster kurzer Text, den er als Fabel in der rekonstruierten Ursprache Indogermanisch verstanden wissen wollte. Schleicher wollte mit diesem Text nicht nur einz ...

Indogermanische Wortwurzeln

Die indogermanischen Wortwurzeln sind die der indogermanischen Sprachfamilie zugrundeliegenden Wurzeln. In etymologischen Wörterbüchern werden sie oft mit einem Sternchen davor angegeben, um anzuzeigen, dass diese Formen nicht belegt, sondern ers ...

Indogermanistik

Die indogermanische Sprachwissenschaft bzw. Indogermanistik erforscht mit historisch-vergleichenden Methoden Ursprung und Entwicklung der indogermanischen Sprachen. Sie ist damit heute eine Teildisziplin der aus ihr erwachsenen Vergleichenden Spr ...

Indopazifisch

Indopazifisch ist eine von Joseph Greenberg 1971 vorgeschlagene Makrofamilie, die außer den Papua-Sprachen Neuguineas und umliegender Inseln auch die andamanischen und tasmanischen Sprachen umfasst. Diese indopazifische Hypothese fand nur sehr we ...

Isoglossengemeinschaft

Die Isoglossengemeinschaft ist ein Begriff der historischen Linguistik, der einen verstreut lebenden Stamm oder Stammesverband bezeichnet, der sich mehrerer Varietäten einer Sprache bediente. Der Terminus wird meistens im Zusammenhang mit den Ind ...

Italo-Keltisch

Als Italo-Keltisch bezeichnet die vergleichende Sprachwissenschaft die Hypothese einer erschlossenen gemeinsamen Vorstufe der italischen und keltischen Sprachen. Italo-keltisch gehört zum westlichen Zweig der indogermanischen Sprachen und wurde v ...

I-Umlaut

Als i-Umlaut bezeichnet man in der historischen Sprachwissenschaft einen Lautwandel, bei dem sich ein Vokal einem nachfolgenden i-Laut annähert oder ganz angleicht, indem er mit gehobener oder weiter nach vorn verlagerter Zunge gesprochen wird. D ...

Jat

Ѣ bzw. ѣ ist ein kyrillischer Buchstabe, welcher im Altkirchenslawischen einen Laut repräsentierte, der auf das urslawische rekonstruierte *ě zurückgeht. Daher bezeichnet man auch diesen Laut in der Slawistik als Jat.

Junggrammatiker

Junggrammatiker nennt man eine Gruppierung von Linguisten der so genannten Leipziger Schule, die sich Ende der 1870er Jahre in Leipzig um August Leskien, Karl Brugmann und Hermann Osthoff gebildet hatte. Mit ihrer Hypothese der "Ausnahmslosigkeit ...

Kausativ

Als Kausativ wird in der Sprachwissenschaft eine Form der Diathese bezeichnet. Mit dem Kausativ wird ausgedrückt, dass ein erstes Agens ein zweites Agens dazu veranlasst, eine Handlung auszuführen. Einige Linguisten unterscheiden feiner zwischen ...

Kluges Gesetz

Kluges Gesetz ist ein kontroverses von Friedrich Kluge aufgestelltes Lautgesetz des Urgermanischen. Dieses versucht, den Ursprung der urgermanischen Langkonsonanten *kk, *tt und *pp – das Urindogermanische entbehrte einer phonemischen Längenunter ...

Kollektivname

Kollektivnamen sind Namen, die diverse Gruppen von Menschen bezeichnen. Dazu gehören unter anderem Ethnonyme, Ortsbewohnernamen, Familien- und Sippennamen. Unter Ethnonymen von altgriechisch: ἔθνος ethnos, "Volk" versteht man Völker- und Stammesn ...

Synärese (Linguistik)

Mit Kontraktion wird die Zusammenziehung zweier verschiedener oder gleicher Laute zu einem Laut bezeichnet, wobei sich die Merkmale von L 1 {\displaystyle L_{1}} sowie L 2 {\displaystyle L_{2}} meist in L 3 {\displaystyle L_{3}} vereinigen. Zum T ...

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Übersetzung
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