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Sprachgefühl

Als Sprachgefühl bezeichnet man das intuitive, unreflektierte und unbewusste Erkennen dessen, was sprachlich als korrekt bzw. als angemessen oder aber als falsch bzw. unangemessen empfunden wird. Geprägt wird es insbesondere im Zuge des Erwerbs d ...

Sprachtabu

Sprachtabu ist ein Terminus aus der Sprachwissenschaft, genauer aus der Ethnolinguistik und der Soziolinguistik, und bezeichnet ein Verbot, über bestimmte Themen, Bereiche oder Vorgänge zu sprechen. Das Verbot ist nicht immer durch schriftlich ni ...

Sprachtheorie

Die Sprachtheorie ist eine Menge meist miteinander verbundener Aussagen über die Sprache und ihre Bedeutung für den Menschen. Sie befasst sich mit der Beschreibung und Erklärung aller Aspekte, die eine Sprache ausmachen oder mit ihr verbunden sin ...

Sprachuniversalien

Universalien sind Eigenschaften, die allen natürlichen Sprachen gemeinsam sind. Diese Eigenschaften sind auch die Grundlage für Erklärungsversuche über die Entstehung und Verbreitung der Sprache. Die Untersuchung von möglichen Sprachuniversalien ...

Sprachvergleich

Der Sprachvergleich ist eine Vorgehensweise in der Allgemeinen und in der Historischen Linguistik, wobei Sprachen nach gewissen Kriterien miteinander verglichen werden, um bestimmte Ziele zu verfolgen. Er ist Anlass, die entsprechenden sprachwiss ...

Sprachvermögen

Mit Sprachvermögen bezeichnet Ferdinand de Saussure in seinem Cours de linguistique générale die allgemeine Sprach- und Sprechfähigkeit, also die Fähigkeit zur Kommunikation mittels eines Systems von Lauten und Symbolen. Während der Begriff bei d ...

Sprachverwendung

Mit Sprachverwendung wird die Verwendung des Sprachsystems beim Sprechen und Schreiben bezeichnet, also die Nutzung seiner Einheiten und Regeln. Dabei handelt es sich auch um Merkmale, die zur Unterscheidung der drei Textfunktionen gelten. Sprach ...

Sprachwandelgesetz

Unter Sprachwandelgesetz wird in der Linguistik zweierlei verstanden: In der Quantitativen Linguistik ist das Sprachwandelgesetz eines der vielen mathematisch formulierten und empirisch überprüften Sprachgesetze. Es besagt, dass beliebige Sprachw ...

Sprechwirkung

Die Sprechwirkung beschäftigt sich mit Informationen über unsere Kommunikationspartner, die sie uns in der Alltagskommunikation über ihre Stimme und Sprechweise liefern. Jede Stimme ist individuell, sodass man in der Regel bereits nach wenigen Si ...

Stammform (Verb)

Als Stammformen eines Verbs werden im Sprachunterricht und in der Grammatik die Formen des Verbs bezeichnet, die als Grundlage zur Bildung der Flexions­formen dienen. Ausgehend von den Stammformen lassen sich durch Anfügung der Flexionsendungen a ...

Strukturierende Rechtslehre

Die Strukturierende Rechtslehre ist eine Teildisziplin der Rechtslinguistik. Sie basiert größtenteils auf dem Werk "Strukturierende Rechtslehre" von Friedrich Müller.

Studentische Tagung Sprachwissenschaft

Die StuTS ist eine unabhängig organisierte Konferenz von vorwiegend deutschsprachigen Studenten sprachwissenschaftlicher Fachrichtungen wie Linguistik, Germanistik, Indogermanistik, Afrikanistik, Romanistik, Phonetik oder Computerlinguistik, die ...

Suffix

Suffix ist in der Sprachwissenschaft die Bezeichnung für ein Affix, das seiner jeweiligen Basis nachfolgt. Beispiele sind Wortbildungsmorpheme wie -ung und -heit in Bild-ung bzw. Schön-heit oder Flexionsmorpheme wie die Genitivendung -s in der Fo ...

Swadesh-Liste

Swadesh-Listen sind Zusammenstellungen universaler Begriffe für quantitative Vergleiche von als genealogisch verwandt angenommenen Sprachen. Namensgeber ist der US-amerikanische Linguist Morris Swadesh, der diese in den 1950er Jahren in stark bea ...

Synchronie

Synchronie ist in der Sprachwissenschaft die Bezeichnung für eine Methode der Sprachbetrachtung, die sich strikt auf die Analyse der zu einer bestimmten Zeit bestehenden Erscheinungsformen beschränkt, also im Gegensatz zur diachronen Betrachtung, ...

Syntaktik

Syntaktik ist diejenige Abteilung der Semiotik, die mit den Beziehungen eines Zeichens zu anderen Zeichen zu tun hat. Wie oft in der Wissenschaft, bezeichnet der Ausdruck sowohl einen Objektbereich als auch die Lehre davon.

Szenenanalyse

Eine Szenenanalyse stellt eine Art der Textanalysen dar, die insbesondere bei Theaterstücken, die in Szenen unterteilt sind, angewendet wird. Das Schreiben einer Szenenanalyse erfolgt nach einem Schema und kann – je nach Ausführlichkeit – sehr ko ...

Text

Text bezeichnet im nichtwissenschaftlichen Sprachgebrauch eine abgegrenzte, zusammenhängende, meist schriftliche sprachliche Äußerung, im weiteren Sinne auch nicht geschriebene, aber schreibbare Sprachinformation. Aus sprachwissenschaftlicher Sic ...

Textanalyseraster

Ein Textanalyseraster oder Raster der Textanalyse, auch TAR, ist ein der Analyse eines Textes dienendes Hilfsinstrument, welches Fehler, besonders angemessene oder unangemessene Elemente identifizierbar macht. Sie ist in der Form einer "Checklist ...

Textbaustein

Ein Textbaustein ist ein Textfragment, das wiederkehrende Verwendung findet. Der Begriff wird sowohl in der Textverarbeitung als auch in der Sprachwissenschaft mit abweichenden Bedeutungen verwendet. In der Textverarbeitung ist ein Textbaustein e ...

Textkorpus

Ein Textkorpus ist eine Sammlung von schriftlichen Texten oder textlich aufgezeichneten mündlichen Äußerungen einer bestimmten Sprache oder Textgattung.

Textlinguistik

Die Textlinguistik ist eine vergleichsweise junge Disziplin der Linguistik, die sich ab den 1960er Jahren entwickelt hat. Sie beschäftigt sich mit satzübergreifenden sprachlichen Strukturen. Nachbardisziplinen der Textlinguistik sind Literaturwis ...

Textmuster

Das Textmuster trägt zum inhaltlichen wie thematischen Zusammenhang eines Textes bei und nimmt somit Bezug auf dessen linguistische Kohärenz. Textmuster entstehen aus textimmanenten, strukturellen Bestandteilen Thema und thematische Entfaltung, t ...

Textsorte

Der Begriff Textsorte ist ein zentraler Begriff der Textlinguistik. Er beruht auf der Regelhaftigkeit von Merkmalen, die eine Klassifikation von Texten zu Textsorten ermöglichen.

Textuelles Verhalten

Das textuelle Verhalten ist eine nicht-streng-terminologische Bezeichnung für die autoritative Kraft eines Textes über die Realität. Der Begriff wurde maßgeblich vom Orientalismuskritiker Edward Said geprägt. Beispielsweise kann die verfremdende ...

Textverstehensforschung

Die Grundannahme der Textverstehensforschung lautet, dass bei der Verarbeitung von schriftlich vorgegebenen Geschichten unterschiedliche, und zwar mindestens drei kognitive Repräsentationen aufgebaut werden: nicht textbasiertes Situationsmodell. ...

Textwissenschaft

Als Textwissenschaft kann ganz allgemein jede spezielle Wissenschaft verstanden werden, zu deren Gegenständen Texte gehören. Das wären vor allem: Linguistik, Literaturwissenschaft, Rechtswissenschaft, Rhetorik, Stilistik, Theologie. Jede dieser W ...

Theoretische Linguistik

Theoretische Linguistik ist eine weit verbreitete, aber nicht generell verwendete Bezeichnung für ein Teilgebiet der Allgemeinen Linguistik, das sich vor allem mit der Entwicklung abstrakter linguistischer Modelle befasst. Darunter fallen im Wese ...

Ti-Abstraktum

Der Begriff ti-Abstraktum bezeichnet in der indogermanischen Linguistik ein Verbalabstraktum, das durch eine Erweiterung auf -ti gebildet ist. Diese Erweiterung setzt sich aus den beiden Determinativen t und i zusammen ein Suffix, dessen Bedeutun ...

Trigraph

Als Trigraph bezeichnet man in der Sprachwissenschaft eine Kombination aus drei Buchstaben, die phonetisch als Einheit behandelt werden und einen einzelnen Laut repräsentieren.

Übereinzelsprachlichkeit

Als übereinzelsprachlich wird eine sprachliche Einheit oder ein bestimmtes Merkmal einer Sprache dann bezeichnet, wenn es gleichzeitig in unterschiedlichen, in der Regel nicht miteinander verwandten Einzelsprachen auftaucht. Das Konzept der Übere ...

Umdeutung (Sprachwissenschaft)

Als Umdeutung bezeichnet man in der Sprachwissenschaft die Verwendung eines bereits vorhandenen Wortes oder eines Ausdrucks einer Sprache in einer wesentlich anderen Bedeutung. Diese Bedeutung kann die bisherige Bedeutung ergänzen oder ersetzen. ...

UNITYP

Die Bezeichnung UNITYP ist ein Silbenwort als Verbindung der beiden Begriffe Uni versal und Typ ologie. Dazu lautete der deutsche ausführliche Titel: "Sprachliche Universalienforschung und Typologie unter besonderer Berücksichtigung funktionaler ...

Universalgrammatik

Die Universalgrammatik ist eine in manchen Theorien der Linguistik zugrundegelegte Annahme, wonach alle Sprachen gemeinsamen grammatischen Prinzipien folgen und diese Prinzipien allen Menschen angeboren seien. Noam Chomsky ist einer der Begründer ...

Variation (Linguistik)

Als Variation bezeichnet man in der Linguistik die Möglichkeit unterschiedlicher Realisierungen einer Einheit des Sprachsystems in einer konkreten Äußerung. Variationen können in allen grammatischen Beschreibungsebenen auftauchen.

Varietätenkontakt

Unter dem Begriff Varietätenkontakt versteht man in der Linguistik den Kontakt zwischen verschiedenen Varietäten einer Sprache. Die Varietät Dialekt wird definiert als sprachsoziologisch mit weniger Prestige befrachtete Ausprägung der Standardspr ...

Vehikularsprache

Die Vehikularsprache bezeichnet in der Sprachwissenschaft eine Sprache, die als bloßes Vehikel oder Hilfsmittel eines außersprachlichen Anliegens dient. Das trifft zwar auf Sprache fast immer zu, gemeint ist aber nicht der nichtmetasprachliche Ge ...

Verb-framed Language

Die Begriffe verb-framed languages und sein Gegenteil satellite-framed languages dienen in der Linguistik dazu, zwei grammatische Typen von Sprachen zu unterscheiden. Es geht hierbei um Unterschiede in der Art, wie Informationen auf Wortbedeutung ...

Vergleichende Sprachwissenschaft

Vergleichende Sprachwissenschaft ist ein Überbegriff für sprachwissenschaftliche Disziplinen, die sich dem Vergleich von Einzelsprachen oder von unterschiedlichen Sprachstufen einer bestimmten Einzelsprache widmen. Der Bereich wird oft auch als k ...

Vernakularsprache

Als Vernakularsprache oder Vernakulärsprache bezeichnet die Sprachwissenschaft jede nicht standardisierte Sprachvarietät innerhalb eines Sprachgebiets. Es gibt Vernakularsprachen, die kein beziehungsweise kein deutlich ausgeprägtes schriftliches ...

Vernersches Gesetz

Das nach seinem Entdecker, dem dänischen Sprachwissenschaftler Karl Verner benannte und im Jahr 1875 von diesem formulierte Vernersche Gesetz beschreibt eine im Urgermanischen wirksame Ausnahme der ersten Lautverschiebung, nämlich das Stimmhaftwe ...

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter oder Verwandte, in der Sprachwissenschaft manchmal auch als Kognaten bezeichnet, sind zwei oder mehr Wörter, die sich aus demselben Ursprungswort entwickelt haben. Wortpaare oder größere Wortgruppen, die Verwandte bilden, werden ...

Volksbezeichnung

Volksbezeichnung, auch Ethnonym, ist eine Bezeichnung eines Volkes. In der Linguistik wird unterschieden, ob es eine Selbst- bzw. Eigenbezeichnung eines Volkes oder eine Fremdbezeichnung für ein Volk ist.

Vorstellung und Lautbild

Um die Funktionsweise des Zeichens zu erklären, führt Ferdinand de Saussure die Unterscheidung von Lautbild und Vorstellung ein. Diese stehen in einer Bezeichnungsrelation: Das Lautbild ist ein Bezeichnendes, die Vorstellung das dadurch Bezeichne ...

W-Wort

W-Wort ist im Deutschunterricht eine gängige Bezeichnung für zwei Arten von Fragewörtern: Fragepronomen Interrogativpronomen. Frageadverbien Interrogativadverbien und Der Ausdruck hat sich so eingebürgert, dass er auch in die Fachbücher gelangte: ...

Wortgrenze

Seit Ende des 8. Jahrhunderts verwendet die Schriftsprache im Großen und Ganzen das Leerzeichen Leerstelle als Markierung der Wortgrenze und ermöglicht die Bestimmung des graphematischen Wortes. Im deutschen gesprochenen Sprachgebrauch sind nicht ...

Xenolekt

Mit Xenolekt für "fremd" und λέγειν für "Redeweise") bezeichnet man die Art und Weise, wie Sprecher einer bestimmten Zielsprache mit Ausländern kommunizieren, von denen sie annehmen oder wissen, dass sie die Zielsprache nicht oder nur schlecht be ...

Yules Index

Yules Index ist ein statistischer Messwert, der die Uniformität oder Diversität des Wortschatzes bestimmt. Er wurde vom schottischen Statistiker George Udny Yule entwickelt und misst die Wahrscheinlichkeit, mit der zwei zufällig ausgewählte Wörte ...

Liste corpsstudentischer Träger eines Wissenschaftspreises

Diese Liste corpsstudentischer Träger eines Wissenschaftspreises verzeichnet Träger von Wissenschaftspreisen, die zu Lebzeiten einem Corps angehört haben.

FameLab

Das FameLab ist ein internationaler Wettbewerb zur Wissenschaftskommunikation für Studierende und junge Wissenschaftler. Die Gewinner aus den verschiedenen Ländern treten bei einem jährlichen internationalen Finale beim Cheltenham Science Festiva ...

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